Anschläge auf Bahnanlagen

Schreck in der Morgenstunde. Auf die Bahnstrecke wurde ein Anschlag mit einer Brandbombe verübt! Zwischen Bahnhof Finkenkrug und dem Abzweig zur Ringbahn gingen nach Medienberichten mit brennbaren Flüssigkeiten gefüllte Behälter hoch. Es wurden zahlreiche Kabel für Weichen und Signalanlagen zerstört. Menschen und Züge kamen zum Glück nicht zu Schaden. Doch für heute und vielleicht für (viele?) weitere Tage ist die Strecke lahmgelegt.

Es ist ein perfider Plan, der da zum Vorschein kommt: Mitten im Wald, wohin Rettungsmannschaften nur schwer vordringen, sollte ein Unglück passieren. Durch ausgefallene Signale oder defekte Trassen wären Züge entgleist oder zusammengestoßen. Wer denkt sich so etwas aus? Wer belastet mit der Ausführung so sein Gewissen? Warum?

Schienenersatzverkehr am Bahnhof Falkensee

Schienenersatzverkehr am Bahnhof Falkensee

Am Nachmittag finden Bahnmitarbeiter und Polizisten weitere Brandbomben am Berliner Hauptbahnhof. Was ist da los? Ein mulmiges Gefühl kriecht einen in die Glieder: Was wäre passiert, wenn die Bomben explodiert wären? Welche Folgen hätte das für Züge und Passagiere? Sollten Menschen sterben? Was wollten die Bombenleger anrichten? Die Medien zitieren ein Bekennerschreiben, einer linksautonomen oder linksextremistischen Gruppe. Ein Zeichen gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan sollte wohl gesetzt werden.

Natürlich, am Hauptbahnhof beginnt das Regierungsviertel. Sicher, auch auf unserer Strecke sind einige Personen unterwegs, die in entscheidenden Positionen in Parlament und Bundesregierung arbeiten. Doch rechtfertigt dies Anschläge? Rechtfertigt dies überhaupt Gewalt gegen Sachen und Menschen? Nein! Niemals! Aus welchen noch so hehren Motiven heraus die Täter auch handeln mögen und eine etwaige Rechtfertigung zielen wollen, dies darf in unserem Rechtsstaat nicht zugelassen werden.

Doch klar wird auch: Die gesamten Bahnanlagen können die Bahn selbst und die Bundespolizei nicht schützen. Hier hat jeder Pendler und Fahrgast heute und künftig wachsam zu bleiben.

iPhone Fahrplan-App

iPhone Fahrplan-App

Für die Pendler heißt es nun wirklich, geduldig sein. Zwar fuhren am Nachmittag Busse zwischen Falkensee (Foto) und Nauen, doch damit einhergehend sind längere Fahrtzeiten verbunden. Wie lange die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten andauern, bleibt unklar. Der Verkehrsfunk gibt bislang ungenügende Informationen. Für Pendler hilft nur, die Fahrpläne der Bahn im Internet zu studieren (Foto von der Fahrplan-App auf einem iPhone).

Hoffen wir, dass sich erstens so etwas nicht wiederholt, und die Täter schnell ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden können.

 

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Ein Gedanke zu „Anschläge auf Bahnanlagen

  1. Pingback: Wir Christdemokraten in Brieselang – Pressespiegel zum Brandanschlag auf Bahntrasse

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