Das große Interview zur Bürgermeisterwahl

Wilhelm Garn sagt von sich: „Ich bin kein Roboter“. Im neuen MAZ-Interview zur Bürgermeisterwahl in 12 Tagen spricht der Brieselanger Bürgermeisterkandidat von der CDU über Erfolge und Fehler in der Arbeit, die ideale Informationspolitik und den Straßenbau.

Wilhelm Garn lässt sich nicht in Raster zwängen. Während seiner Amtszeit hat er sich das Rauchen abgewöhnt. Außerdem isst Garn neuerdings bewusster. „Am Tag esse ich fast nichts und abends eher einen Salat als ein Stück Fleisch“, verrät er der MAZ-Reporterin Anke Fiebranz. Aber ein Kaffee gehört zu jedem guten Morgen. Im großen Interview bezieht er Stellung zu den Fragen, die Wähler, Mitstreiter und Gegner im Vorfeld der Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 bewegen.

„Sehr zufrieden“, ist er mit der Bilanz der ersten acht Jahre. Erreicht hat er die Einführung des Bürgerbüros im Rathaus und die Schulden hat Garn drastisch reduziert. Gleichzeitig konnten große Investitionen gestemmt werden. Garn beklagt den Aufwand, den die Überzeugungsarbeit in der Gemeindevertretung oft fordert. Zum Beispiel bei der Sportplatzsanierung hätte er „nicht gedacht, dass es so schwierig sein wird, die Gemeindevertreter davon zu überzeugen. Am Ende haben sie mit großer Mehrheit zugestimmt.“

Angesprochen auf seine Kritiker schmunzelt der Bürgermeister. Insbesondere der Herausforderer von der FDP betonte seit Bekanntgabe seiner eigenen Kandidatur das Ziel, eine bessere Haushaltspolitik machen zu wollen. Dabei verkannte er zunächst, dass gerade die Haushalts- und Finanzpolitik ein Erfolgsrezept des Amtsinhabers ist und Garn hier die größte Anerkennung erfuhr. Dann schoss sich der Herausforderer auf die angeblich falsche Personalpolitik im Rathaus ein. Wieder ein Eigentor! „Denn in meiner Amtszeit wurde das Personal in der Kernverwaltung um 17 Prozent aufgestockt“, antwortet Garn in der MAZ. „Dass nicht reagiert worden ist, stimmt einfach nicht“, meint der Bürgermeister. Er erklärt die Probleme im Rathaus: „Man muss dabei auch sehen, was ich 2003 vorgefunden habe. Mit der Kitagebührenbearbeitung etwa lag man jahrelang zurück. Das und anderes musste aufgearbeitet werden mit einem Personalbestand, der minimal war. Dennoch wäre es bei den Brieselangern nicht gut angekommen, wenn ich gleich am ersten Tag gesagt hätte, ich brauche zehn Leute mehr.“ Recht hat er.

Natürlich hat auch Wilhelm Garn erkannt, dass manche Felder einer stärkeren Aufmerksamkeit bedürfen. Er selbst betont seit langem, dass der Bürgerschaft Informationen fehlen. Manches Gerücht und mancher Konflikt basieren darauf, dass Informationen nicht zielgerichtet rüberkommen. Deshalb will er fortan gezielter informieren und mehr Nachrichten per Post verschicken. Und Garn plädiert dafür, dass das Amtsblatt künftig an alle Haushalte verteilt wird.

Im weiteren Verlauf des ausführlichen Interviews geht er auf den Streit um die Jochen-Weigert-Straße ein, bezieht Stellung zu Angeboten für Senioren und der versprochenen Skateranlage für Jugendliche am Nymphensee.

Die MAZ-Reporterin fragt: „Ein Bürgermeister kann es nicht allen Recht machen. Wie bleiben Sie sich treu?“ Garns Antwort: „Indem ich ehrlich bin, mich entschuldige, wenn ich Fehler gemacht habe. Ich versuche, jeden Bürger ernst zu nehmen, und anzuhören, aber die Schuld nicht nur einem in die Schuhe zu schieben.“

Das komplette Interview ist auf den Seiten der MAZ oder auf der Homepage von Wilhelm Garn nachzulesen: http://www.wilhelm-garn.de/?p=505.

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