W wie Wiederwahl

Plakate aufhängen: Ein anstrengender Kampf

Plakate aufhängen: Ein anstrengender Kampf

Gute Planung und Vorbereitung ...

Gute Planung und Vorbereitung ...

... hilft enorm beim Außeneinsatz im Blick der Öffentlichkeit

... helfen enorm beim späteren Außeneinsatz

Ich mag es Plakate aufzuhängen. Eine bevorstehende Wahl zeigt sich anschaulich als „Kampf“: es ist mit körperlicher Anstrengung, blauen Flecken und Geschick verbunden, Plakate an den Mast zu bringen. Es braucht strategische Planung (wo müssen die Löcher sein, welches Auto ist geeignet für Team und Material, wie durchquert man am besten die Gemeinde ohne Dopplungen oder „weiße Flecken“), Erfahrung (welche Laternen eignen sich und sind gut sichtbar, wo ist die höchste Wählerfrequenz zu erwarten) und natürlich gutes Wetter. Mit letzterem hatten wir heute Glück. Mit rund 23 Grad Celsius bei bedecktem Himmel war es ausreichend warm, die Sonne blendete nicht beim Arbeiten über Kopf und trotz anfänglicher Befürchtungen regnete es nicht. Für alles andere hatten wir unseren Vorsitzenden Michael Koch dabei. Als Wahlkampfprofi kennt er alle geeigneten und ungeeigneten Standorte für eine gute Plakatierung.

Für Vorbeikommende hat das Plakatieren Signalfunktion: Die Gruppe, Partei oder der Kandidat ist / sind aktiv. Ich glaube, das Zusammenspiel der Aktiven verrät Vorbeikommenden viel über den gesamten Wahlkampf, ja sogar den Wahlausgang. Sind die Plakatierer engagiert, geschickt und haben sie Spaß? Oder sind sie nur aus Pflichtgefühl und / oder Zwang bei der Sache, was nicht von Optimismus zeugt? Oder hat der Kandidat ein Team eingekauft, was von einem geringen Rückhalt im eigenen politischen Umfeld zeugt? Allein die wenigen Sekunden beim Vorbeifahren reichen aus, damit potentielle Wähler erkennen können, wer am Ende gewinnt oder nicht.

Plakatieren ist auch immer ein Signal, dass bald ein Urnengang ansteht. Erst ist das Team mobil. Wenn alles gut geht, ist der Wähler mobilisiert.

Beim Aufhängen von Plakaten erfährt man selbst unmittelbaren Bürgerkontakt. An den Reaktionen der Vorbeikommenden kann man ablesen, welche Chancen der eigene Kandidat hat.

Aus diesen Aspekten schlussfolgere ich für den Wahlgang am 11. September: Alle Zeichen stehen auf eine zweite Amtszeit für Wilhelm Garn. Wir waren konzentriert, routiniert und froh gelaunt bei der Sache. Die Passanten haben gewunken, gehupt und uns aufmunternde Worte zugerufen oder haben gar angehalten zum Small-Talk mit Wilhelm Garn. Das vermittelte Bild war professionell und das Feedback stimmte.

Doch auch für Selbstkritik muss hier Platz bleiben. Mein Fazit:

  1. Postkartenmotive eignen sich nur bedingt für Plakate; trotz der Vergrößerung um das 32-Fache sind manche Texte am Laternenmast nur schwer zu lesen.
  2. Der Name als wichtigstes Element ist gut lesbar, könnte noch ein Fitzelchen größer sein (Kandidaten mit kurzem Namen sind klar im Vorteil).
  3. Das sommerliche Motiv ist farblich gut abgestimmt.
  4. Motive mit klaren grafischen Elementen sind besser geeignet, hier kann das von mir gestaltete Motiv nicht optimal punkten.
  5. Wer zuerst kommt, hat die gesamte Wirkung für sich allein; wenn die Konkurrenz schläft sogar für mehr als eine Woche.
  6. Es fiel manchen Passanten auf, dass das Parteilogo fehlt.
  7. Selbst 200 Plakate fallen im Ort kaum ins Auge mit Ausnahme des Bahnhofvorplatzes Nord, an dem wir zu Beginn unserer Aktion gleich 11 Laternen geschmückt haben.
  8. Plakate im Querformat sind überraschend anders.
  9. Plakate im Querformat sind windanfälliger.
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