Urlaubsbilder mit dem Mac

Apples iPhoto (das Bild ist der Hersteller-Produktpage entnommen)

Apples iPhoto (das Bild ist der Hersteller-Produktpage entnommen)

Besuch aus den USA. Natürlich kommt man schnell auf die Orte zu sprechen, die ein jeder glaubt zu kennen: Hollywood, New York oder die Everglades. Schon bald folgt die Frage: Habt Ihr Fotos dabei? Natürlich kein Fotoalbum oder Papierbilder in einem Schuhkarton. Hochgefahren wird das neueste MacBook Pro. Schnell ist „iPhoto“ geladen. Kurzes Scrollen führt zum entsprechenden Album; der Cursur bleibt über dem Albumfoto und schnell wechseln die einsortierten Fotos in der Voransicht. Yepp, korrekt. Auf Doppelklick geht’s los: Zur Auswahl stehen ein Dutzend Animationen wie animierte Papierbilder, die aufeinander geworfen werden, mehrere wechselnde Bilder in akuraten Rahmen oder eine schön gestaltete Animation mit Bildern, die aussehen wie aus Omas Zeiten: Die Farben sind reduziert, alles etwas bläulich eingefärbt, die Bildränder sehen abgegriffen aus. Dazu Musik aus einem alten Kofferradio. Genial. Bei Nichtgefallen kann die Diashow sofort neu gestartet werden in einem der anderen Stile. Keine Vorbereitung nötig: Ein Klick auf den Präsentations-Stil und die Bilder kullern sofort anders über eine Weltkugel oder zappeln an Fäden wie ein Windspiel über den Bildschirm, passende Musik inklusive.

Wir bleiben beim digital nachempfundenen Papierfotoberg und bekommen LA‘s Küste und Santa Monica zu sehen. Ein stimmiges Musikstück untermalt das Flair der bunten Digitalbilder auf einem brillanten Monitor. Doch was ist das? Die Wellen des Pazifiks bewegen sich ja! Genau, die Kamera schwenkt! Unglaublich. Videos und Bilder gleichzeitig präsentieren – das kann mein Windows nicht. Von der Vorschaufunktion gar nicht erst zu sprechen.

Bei Windows bleibt maximal die Entscheidung zwischen „Windows Fax- und Bildbetrachter“ oder Irfan-View. Fotos werden ganzseitig, ggf. mit abgeschnittenen Rändern oder breiten schwarzen Streifen, dargestellt. Allein die Überblendung läuft automatisch.

Will man mehr, muss man 70 Euro in „Magix Fotos auf CD & DVD“ investieren, oder mit „Roxio Win on CD“ stundenlang herumbasteln.

Bislang hatte ich Apple nur als eine auf Werbeagenturen ausgerichtete Insellösung auf dem Schirm, die mit Hilfe sauteurer Software Grafiker und Zeitungsverlage glücklich machte. Offenbar weit gefehlt. Nicht nur, dass die consumerfreundliche Diashow kinderleicht zu starten und sofort zu verändern war, gehört „Apples iPhoto“ auch noch zum Auslieferungspaket jedes Mac-Rechners. Von wegen sauteurer Zusatzsoftware. Spätestens seit meinen iPhone-Erfahrungen hätte ich Apple auch ungeprüft mehr zutrauen sollen.

Da haben sich Ingenieure und Grafiker mal einen Kopf um die Benutzer gemacht. Wie viele Millionen Stunden haben Windows-Anwender schon für die Suche nach Fotos und eine halbwegs brauchbare Präsentation von Fotos vergeuden müssen?

 

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