Das neue Bahnkonzept

Bald ist Brieselanger Sommerfest. Die CDU will sich wieder mit einem Stand beteiligen. Ich bin dabei! Weil wir sinnvolle Informationen bieten wollen, wenn die Bürger zum Feiern kommen, und nicht Wahlkampf an einem unpolitischen Gemeinschaftsfest, suchten wir ein Thema mit „Mehrwert“. Ich bin beauftragt worden, den neuen Fahrplan ab Herbst zu erkunden und darzustellen. Das habe ich seinerzeit immer mal wieder für den Offenen Arbeitskreis Bahn und Nahverkehr sowie für das „Brieselanger Echo“ gemacht.

Zum 11. Dezember wird das neue Regionalverkehrskonzept des Landes Brandenburg in Kraft treten. Eine Ausschreibung der Regionalexpress- und Regionalbahn-Linien war angestrengt worden. Dabei sind Linien in Pakete (sogenannte Lose) gepackt worden. Ein Bewerber durfte maximal 2 von 3 Paketen gewinnen. Deshalb werden die RB-Linien ab Herbst weiter von der Bahn betrieben und die RE-Linien hier im Westen Brandenburgs gehen an die Ostdeutsche Eisenbahn (ODEG), deren Lokführer gerade streiken.

Als es vor vielen Monaten noch um den Streit Regionalbahn vs. S-Bahn zur Erschließung des Osthavellandes ging, hieß es aus dem Verkehrsministerium, dass vorerst kein Geld für die S-bahn-Erweiterung da sei. Vorerst bleibe die Regionalbahn erste Wahl. Die Linien RB 10 und RB 14 sollten zum Stichtag 11. Dezember 2011 zur neuen RB 14 zusammengelegt werden. Bis zum Jahr 2015 würde abwechseln halbstündlich die Relation Nauen – Spandau sowie Nauen – Friedrichstraße bedient.

Anfrage an das Ministerium in Potsdam

Anfrage an das Ministerium in Potsdam

Ob das so bleibt, wollen wir vom Infrastrukturministerium erfahren. Deshalb habe ich gestern einen Brief geschrieben udn erfragt, wie das ab Dezember mit den Regionalbahnen ist und auch, welches Material die „neue RB 14“ dann erwarten darf.

Heute beim SPD-Forum mit den Bürgermeisterkandidaten (ein Bericht folgt hier noch) erzählte mir die MAZ-Redakteurin Anke Fiebranz, dass es eine verlängerte RB 10 geben soll. Bessere Anschlüsse in Spandau und Weiterfahrt über Jungfernheide bis Hauptbahnhof sind wohl vom Land bestellt worden. Die RB 14 bleibt wie gehabt. Der Text dazu soll morgen (Samstag) Aufmacher werden.

Das wäre völlig neu! Aber angebracht. Dies würde eine halbstündliche direkte Anbindung von Brieselang an das Zentrum (zumindest Hauptbahnhof) Berlins bedeuten. Politische Forderungen dahingehend waren trotz der täglich wirklich überfüllten Züge und fast nicht mehr zu ertragenden Bedingungen erlahmt. Niemand hätte erwartet, dass die Macht der Fakten ohne neuerliche politische oder bürgerschaftliche Protestwelle so geräuschlos plötzlich Erfolg zeigen könnte. Nun schauen wir uns die Detailplanungen in Ruhe an.

Den MAZ-Artikel in der Samstag-Ausgabe werde ich mit Spannung lesen. Ich hoffe, die offizielle Antwort vom Ministerium auf meinen Brief kommt auch bald und geht noch weiter ins Detail.

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