Fußweg mit Gutachten pflastern

Beim Stammtisch der CDU gab es interessante Einblicke zu weiteren Planungen für eine lebenswertere Gemeinde. Zum Beispiel berichtete Bürgermeister Wilhelm Garn, dass die Verwaltung die Parkplatzsituation an beiden Bahnhofvorplätzen sowie am Marktplatz als unbefriedigend empfindet. Die Bürger auch. Aber gut, dass die Verwaltung seit Monaten die aus Beobachtung als mangelhaft empfundenen Zustände durch wiederholte Zählungen bestätigte. So kann in der Gemeindevertretung bei den unabwendbar kommenden Debatten um die Kosten für weitere Maßnahmen auch jenen Paroli geboten werden, die unser ganzes Geld am liebsten nur für Kinder (Kitas, Schulen und Spielplätze) ausgeben wollen.Bei Maßnahmen geht es nicht nur um Automobile, die auf der Nordseite weit in die Bahnstraße hinein alle Ränder zuparken (müssen) und in der Thälmann-Straße bis zur Karl-Marx-Straße stehen, sondern auch um Fahrräder. Denn Autopläze sind jetzt sehr gefragt, mit frühlingshaften Temperaturen steigen aber mehr Pendler auf das Fahrrad um. Und trotz der neuen rund 250 Fahrradplätze allein in Nord aus dem Jahr 2006 nutzen viele noch Bäume oder die Treppengeländer. Die Bahn hatte zwar 2009 signalisiert, den Bereich über den Tunnel an die Kommune abzutreten, damit Brieselang weitere Fahradständer aufstellen kann. Doch mit den Verträgen zieht es sich hin …

Für Autofahrer könnten im Mittelstreifen der Thälmannstraße weitere Stellplätze entstehen. Zum Stammtisch fanden schräg zur jeweiligen Fahrtrichtung angeordnete Parkplätze die meiste Zustimmung. Ob der Bürgermeister dies aber schon zur nächsten Gemeindevertretung zur Diskussion stellt, ist eher unwahrscheinlich. Soll die Verwaltung gut vorbereitet in eine solche Debatte gehen.

An der Thälmannstraße endet der Fußweg der K.-M.-Marx-Straße

An der Thälmannstraße endet der Fußweg der K.-M.-Marx-Straße

Am Mittwoch in der Gemeindevertretung wird wohl aber wieder einmal ergebnislos über die vordere (östliche) Karl-Marx-Straße gesprochen. Das geht jetzt schon seit rund zehn Jahren so. Wir alle wollen dort einen sicheren Fußweg. Seit Beginn der Debatte in der Gemeindevertretung 2006, es war der letzte Antrag des 2007 verstorbenen Wolfgang Oestreich, sind auch schon wieder fast fünf Jahre ins Land gegangen. Obwohl seit Jahren alle Alternativen durchdiskutiert sind, findet sich in der Gemeindevertretung keine Mehrheit für eine der Möglichkeiten. Und wenn doch, steht die Mehrheit keine Woche, so dass zur nächsten Ausschussitzung schon die Gegner einen weiteren Aufschub erwirken können. In die „Säulen der Erde“, dem Historiendrama von Ken Follett mit seinen schier unglaublichen 1200 Seiten, ist es der nimmerendende Kampf zwischen Stephan und Mathilda um den englische Königsthron, der Jahrzehnte jede Entwicklung hemmt. In Brieselang ist es die Sorge vieler Gemeindevertreter, sich unbeliebt zu machen und Proteste heraufzubeschwören. Also passiert nichts. Irgendjemand findet sich, immer neue Gutachten zu fordern.  Und es währt auch schon bald Jahrzehnte! Kurt Jakob sagte dazu: „Man könnte den geplanten Fußweg bald mit den Gutachten pflastern“.

Insgesamt war der Stammtisch eine runde Sache. Die nächste Auflage gibt es wahrscheinlich am 10. April.

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