Info-Brief gegen Gaskraftwerk

Foto aus dem Info-Brief der BI

Foto aus dem Info-Brief der BI

Mit einem passenden Bild erwartet die Leser der aktuelle Info-Brief der Bürgerinitiative gegen ein Gaskraftwerk in Wustermark. Der Dampfausstoß des im Bild festgehaltenen Kraftwerkes vernebelt die Sicht, so dass sogar die Schornsteine im Dunst verschwinden. Genau das soll es in Wustermark nicht auch noch geben, deshalb halten mehr als 1.500 Einwohner des Osthavellandes die Bürgerinitiative gegen ein Gas- und Dampfkraftwerk am Leben. Denn unser Leben soll sich von einem neuen Kraftwerk nicht negativ beeinflussen lassen.

Nicht ganz klar ist, welches Kraftwerk hier ins Bild gesetzt wurde. Ein knapper Verweis auf Boxberg könnte möglicherweise auf das Vattenfall-Kraftwerk Boxberg in der sächsischen Oberlausitz hindeuten. Allerdings handelt es sich dort um ein Kohlekraftwerk. Gleichwohl geht es hier um die Dimension, also die massiven Ausmaße eines solchen Kraftwerk-Kolosses. Der gelbe Container im Vordergrund soll knapp zwei Meter hoch sein, schätzt die BI. Demnach würde das Kraftwerk im Bild sicher auch an die 40 Meter messen mit Schornsteinen von über sechzig Metern. So würde es in Wustermark aussehen, sollte es denn zum Bau des geplanten Kraftwerkes kommen. Es wäre – vor unserer Haustür – das größte Gaskraftwerk Europas. Niemand glaubt ernsthaft, dass wir es nicht sehen, riechen oder hören würden. Ein solches Kraftwerk nebelte auch uns ein durch Dampf- und Schadstoffausstoß auf unsere Häuser, Schulen, Kindergärten, Sportstätten und Spielplätze, Terassen sowie unsere Gärten.

In dem BI-Info-Brief im Januar 2011 werden die aktuellen Entwicklungen und Äußerungen aufgelistet. Im Zuge von Feiertagsruhe und Jahreswechsel haben sich verschiedene SPD- und Linke-Politiker und das Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg für den Industriestandort Wustermark stark gemacht und den Kraftwerksstandort gut geheißen. Kommentar der BI: „Das Energiekonzept des Landes Brandenburg rechtfertig dieses Projekt nicht, aber aufgrund der  vorausgesagten satten Finanzerträge …“ Was gilt mein Geschwätzt von gestern?

Vor Ort stehen die Dinge anders, oder nicht? Die Mehrheit der Gemeindevertreter in Wustermark sprach sich erstmals gegen das GuD aus. Die Wustermarker Gemeindevertreter lehnten die Verlängerung der Ausstiegsklausel des Optionsvertrages des Investors ab.

Dagegen wurde die beschlossene Einwohnerbefragung gestoppt. Die Kommunalaufsicht des Kreises bemängelt Bürger-/Einwohnerbeteiligungsatzung, da Fragen zur Änderung von Bauleitverfahren nicht ausgeschlossen wurden. Wustermarks Vertretung will die Änderung der Satzung am 8. Februar 2011 beschließen.

Ein weiterer Punkt des Infobriefes, der gestern per Mail verschickt aber leider noch nicht online gestellt wurde (Themenseite der Info-Briefe auf der Internetseite der BI), ist die Vernetzung mit anderen Bürgerinitiativen. Vorgestellt werden die Proteste gegen eine Autobahnraststätte Priort, die Straßenplanung Elstal und die 380 kV-Nordringtrasse um Zeestow.

Vorrangig geht es aber um das zu verhindernde Gaskraftwerk. Also finden sich die Argumente dagegen zum Kennenlernen und Weitertragen. Zum Schluss geht es wie immer um das Gewinnen weiterer Aktiver und von Unterstützern für das Thema. Dafür gibt es auch einen Spendenaufruf.

Der Info-Brief ist lesenswert. Er wird sicher in Kürze online verfügbar sein: http://gaskraftwerkwustermark.wordpress.com/media/.

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