MAZ: Mal wieder mehr Fragen als Antworten

Meine Heimatzeitung, die MAZ, überrascht mich heute morgen mit einem Artikel vom Waggonbau-Unternehmen Stadler aus Bussnang/Schweiz mit Fabriksitz auch in Berlin. Dort würde man ein Bekenntnis zur Region Berlin-Brandenburg abgeben mit dem Bau von neuen Doppelstockwagen. Ein Firmenfoto vom schicken Zug wird gleich mit abgedruckt. Man hat den Eindruck, es geht morgen los. Doch was ist gemeint? Einmal heißt es in dem Artikel, diese Züge würden ab Juli für die „Berliner-Stadtbahn“ produziert. Ein paar Sätze weiter dann steht, diese Waggons würden als „Regionalbahnen von Brandenburg aus quer durch das Berliner Zentrum fahren“. Schade, diese unpräzise Angabe. Die Verwirrung steigt. Weiterlesen

Neue Tabellen bei Google

Google hat eine neue „Text & Tabellen“-Engine. Jetzt klappen auch deutsche Zahlen-Formate! Für meine Solarertrag-Erfassung nutze ich seit Anbeginn im April 2010 Google. Die amerikanischen Formate sind ärgerlich, stören aber bei der Abrechnung nicht so sehr wie bei der Erfassung. Wenn man Kommas statt Punkten und Punkte statt Kommas setzen muss, kommt man leicht durcheinander. Aber das war einmal. Weiterlesen

Kandidaten wecken Interesse

Meine Heimatzeitung MAZ berichtet heute vom Neujahrsempfang in Brieselang. Er wird zwar von den Brieselanger Vereinen ausgerichtet, doch darf auch der Bürgermeister das Wort ergreifen. Dies hat Wilhelm Garn natürlich getan – aber offenbar zum Leidwesen der Korrespondentin Anke Fiebranz nicht auf die für die MAZ einzig wichtige Frage dieses Jahres geantwortet: Tritt er als Bürgermeister noch einmal an? Weiterlesen

Neuer Newsletter gleich doppelt

Der neue Newsletter für meinen Chef kommt inzwischen mit Bildern und einem Logo daher, das dem auf der Homepage entspricht. Welch ein optischer Fortschritt gegenüber den reinen Text-Mails, die acht Jahre als Newsletter verschickt wurden! Wenn Wähler oder einfach Interessierte schon einen Link in den sozialen Netzwerken anklicken, um Infos zu bekommen, müssen sie sich ja nicht zwangsweise ins 20. Jahrhundert zurückgesetzt fühlen. Auch wenn Newsletter-Mails wegen des Mangels eines festen Servers bei allen Empfängern mit allen Formatierungen im alten Tabellen-HTML-Stil bestückt werden müssen und die Bilder auf externe Stellen auf dem Homepage-Server verweisen, ist der Aufwand der Erstellung nicht zwingend größer. Die Texte erfasse ich wie immer in Word. Aus der Datei wird dann ein PDF erzeugt, das bei Issuu.com hochgeladen und als „Bild“-PDF mit Zoom- und Umblättermöglichkeit  in die Homepage eingebunden wird. Natürlich kann die PDF auch heruntergeladen werden. Jeder soll das machen können mit der Datei, was er will und wie er es schätzt. Das ist natürlich aufwändiger. Doch wenn die Empfänger Aufwand treiben müssten, würden sie den Service wahrscheinlich nicht nutzen. Weiterlesen

Gemeinde gegen Gaskraftwerk

Was ist denn im Rathaus los? Schon kurz nach 20 Uhr tickern die Meldungen aus der Gemeindevertretung ein (Michael Koch per Twitter). Seit einer halben Stunde, also gegen 21 Uhr, scheint die Sitzung bereits beschlossen. Donnerwetter. Das ging schnell, trotz wichtiger Entscheidungen, zwei davon zum geplanten Gaskraftwerk. Der Rest wurde erst einmal in die Ausschüsse verwiesen.

Die Brieselanger Gemeindevertreter haben mit großer Mehrheit durch zwei ablehnende Stellungnahmen ihre Zweifel am Projekt des in Wustermark geplanten Gas- und Dampfkraftwerkes geäußert. Norbert Jütterschenke von der SPD hat nicht gegen die Pläne gestimmt. Wie er sagte, sehe er in dem Kraftwerk Entwicklungspotential für die Gemeinde Wustermark, das Brieselang nicht verhindern sollte. Wustermark solle selbst entscheiden.

Hier gibt es mehr Infos aus der Feder von CDU-Fraktionschef Michael Koch.

DB Regio kennt RB10 nicht

Heute hat mich mein iPhone das erste Mal so richtig in die Irre geführt. Eigentlich war es die Bahn, doch natürlich mittels Apps. Um 20:45 Uhr bin ich am Hauptbahnhof angekommen. Wie geht’s am schnellsten nach Hause? Der RE 2 fährt nicht um 20:58 Uhr von den oberen Gleisen. Also bleibt laut Anzeigetafel das Warten bis 21:23 Uhr zur regulären RB 14, das im Zeitungsshop verbracht werden könnte. Also mal das iPhone gezückt. Der DB Navigator zeigt tatsächlich nur die durchgehende Verbindung ab 21:23 Uhr an. Dann gibt es noch das Programm Fahrinfo Berlin. Dies zeigt mir an, dass die RE 2 um 21:04 Uhr vom unteren Gleis fährt und zwar über Jungfernheide nach Spandau. Nach der App soll ich bis Wustermark fahren und von dort mit dem Bus. Da ist man 21:54 Uhr in Brieselang, immerhin ein paar Minuten eher als mit der turnusmäßigen RB 14. Also probiere ich das mal.

Der Regionalexpress kommt pünktlich. Keine Zwischenfälle. Vor Spandau werden Anschlusszüge angesagt, IC und ICE und der RE 4 um 21:39 Uhr nach Wittenberge. Ich habe mich in eine Zeitung vertieft und bekomme gar nicht mit, dass natürlich vom Nachbargleis die RB 10 nach Nauen um 21:16 Uhr abfahren soll. Ganz im Vertrauen auf die Apps der Bahn und die Durchsage schaue ich auch nicht auf. Erst, als der Zug losfährt, will auf der Anzeigetafel prüfen, ob und wie viel Verspätungder Regionalexpress hat, um den Anschluss an den Bus in Wustermark nicht zu verpassen. Da steht doch plötzlich der Zug nach Nauen auf dem anderen Gleis angeschlagen. Oh Schreck. Ich komme nicht mehr heraus. Jetzt erst schaue ich auf meinen eigenen Fahrplan. Und tatsächlich, um 21:16 Uhr fährt noch ein Zug nach Nauen.Natürlich ärgere ich mich, dass ich nicht meinen eigenen Fahrplan zu Rate gezogen habe. Ebenso ärgere ich mich aber, dass die RB10 bei der Bahn selbst offenbar keine Rolle mehr spielt. Sie tauchte weder in den Online-Fahrplänen auf, noch wird sie als Anschlusszug im Regionalexpress bekannt gegeben.
Wer spielt hier wem einen Streich? Weiß man bei DB Regio nicht, dass die RB 10 erst zum Dezember 2011 eingestellt werden soll? So kann man sich natürlich seine eigene Nicht-Nachfrage selbst (ab)schaffen. Nur ein Gutes hat das Ganze: ich bin das erste Mal mit dem Zug nach Wustermark gefahren, um von dort mit dem Bus nach Brieselang zu kommen. Für meine Arbeit im Kreistag ist das ja auch nicht ganz ohne Belang. Angekommen bin ich 21:53 Uhr, sogar 1 min schneller als nach Fahrplan. Und immer noch 6 min eher als die nachfolgende RB 14. Die hatte übrigens mindestens 5 min Verspätung.

Freitag, der 13.?

Heute war einer der verdammten Tage, die man nicht erträgt. Es hätte „Freitag, der 13.“ am Kalender stehen können. Da bin ich extra früher aufgestanden, nur um dann nach dem klassisch verpassten Zug eine halbe Stunde warten zu müssen. Der nächste Zug hatte natürlich Verspätung. Gerade heute, wo viel anlag! Dann ging auch noch der Reißverschluss meiner Jacke kaputt. Den Schal hatte ich auch vergessen. Schön, dass es gerade heute feucht kalt war und mal wieder Minusgrade herrschten. Und nach einem traurigen Anlass begegnet mir mittags beim Weg zurück ins Büro auch noch Sarah Wagenknecht …

Wenigstens hat sie am Nachmittag die Aktuelle Stunde zur Kommunismus-Debatte bei den Linken geschwänzt. Nicht nur, dass sie zeigte, was ihr die parlamentarische Demokratie wert ist, ebenso zeigte das Fehlen von Wagenknecht im Plenum, welche Unterstützung sie für die Parteivorsitzende der Linken, gesine Lötzsch, aufzubringen bereit ist – gar keine. Dabei war diese Aktuelle Stunde eine der wichtigen Debatten im Deutschen Bundestag und die Reden waren ernst und angemessen. Für die Linken war es eine Strafe, fast eine Stunde lang nur zuhören zu müssen, wie andere ihre Ideologie zerpflückten. Dann fand ich auch noch einen schönen Kommentar zur Kommunismus-Idee von Gesine Lötzsch auf ralfschuler’s Blog.

Einen Tag wie heute möchte ich trotzdem nicht noch einmal erleben.