Nichts Neues vom Homepage-Auftrag?

Seit Ende August bin ich mit der neuen Homepage meines Chefs beschäftigt. Sie soll künftig von WordPress angetrieben werden. Müsste die Seite nicht endlich fertig werden?

Ja, müsste sie. Doch ich komme immer nur schubweise dazu. Zum „normalen“ Arbeitsauftrag eines Abgeordnetenmitarbeiters gehört diese Aufgabe gar nicht. Als ich eingestellt wurde, gab es auch noch keine Homepages oder Web 2.0-Angebote. Da wurde einmal im Monat eine Pressemitteilung abgesetzt – fertig. Nur wenige Menschen surften privat – noch mit 9.600 Bit-Modem. Jedermann träumte von einem 14.000er. ISDN – unbezahlbar. Anno 1996 hatte auch „Der Spiegel“ noch eine kryptische Unter-URL beim Bundesverband der Zeitungsverleger. Heute gibt es neben „Der Spiegel“-Website mit RSS und Empfehlungsfunktion eine wirklich schicke und sinnvolle App mit Mehrwert für das iPad und Samstags ein ePaper mit der neuesten Ausgabe vom folgenden Montag. Wie die Zeit vergeht …

Dass mein Chef Manfred Grund seit Ende 1997 eine eigene Homepage hatte, war zuerst mein reines privates Interesse und mein Vergnügen und kostete meine Freizeit. Im Büro komme ich nur selten dazu, mal einen Tag freizuräumen, um mich der notwendigen Administration zu widmen. Das gilt jetzt auch, wenngleich ich 2010 die parlamentarische Sommerpause ein wenig nutzten konnte. Doch aktuelle Aufgaben, viel sich Wiederholendes im Alltag (Bürgerpost, Newsletter, Besuchergruppen, Landesgruppensitzungen), vor allem aber dringende Anrufe und Massen von Mails lassen konzentriertes und strategisches Web-Working an einer Homepage währen der regulären Arbeitszeit im Büro nicht zu.

Gerade habe ich die Schlussredaktion am Arbeitsbericht der Landesgruppe für den CDU-Parteitag in zweieinhalb Wochen in Thüringen vorgenommen. Die 20 Seiten übertrug ich heute an die Druckerei. Leider hat die Druckerei die technischen Parameter geändert. Ich habe es beim Layouten glatt übersehen: Waren früher die „Druckplatten“, also A3-Formate anzuliefern, sind es heute A4-Einzelseiten. Obwohl ich schon fertig war mit der Produktion, musste ich noch einmal neue Formatvorlagen erstellen, Inhalte kopieren und neu ausrichten. Dies verlängerte den Produktionsprozess und sorgte am Ende kurz vor dem Liefertermin noch für einiges unnütz pumpendes Adrenalin.

Jetzt gönne ich mir nach drei Wochen intensiver Arbeit mit einigen Überstunden eine Woche Urlaub. Mit der Homepage geht‘s im November weiter. Solange gibt es auch keine Meldungen darüber. Angestrebter Relaunch ist dann Mitte Dezember zum 13. Jahrestag des ersten Webauftritts. Zwischendurch gibt es dann hier auch wieder ein paar Infos zu WordPress.

Im Anschluss werde ich die Homepage des CDU-Ortsverbandes Brieselang auf den neuen CDU-Standard bringen, aber auch mit WordPress neu aufsetzen. Das müsste schneller gehen, weil ja kaum Daten zu übertragen sind. Mal sehen, ob das bei Null-Anfangen einfacher läuft.

Ja, und dieser Artikel steht nur hier, damit nicht jemand auf die Idee kommt, WordPress wäre schwer zu bedienen oder einzurichten.

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