63 MB Daten für Raumordnungsverfahren

Aus den Verfahrensunterlagen

Aus den Verfahrensunterlagen

Eine gute Internetverbindung sollte sein eigen nennen, wer sich online über das Raumordnungsverfahren für das geplante Gaskraftwerk Wustermark informieren möchte. 63 MB an Daten für 34 PDF-Dateien wollen heruntergeladen sein. Und er sollte nicht vor dem Lesen am Bildschirm zurück schrecken, drucken nämlich kann man die Dateien nicht. Um nicht jedes Mal wieder online auf die Daten zugreifen zu müssen, kann man sie aber speichern. Das heißt für Unterwegsleser wie mich, ein Mobilgerät ist Pflicht.

Seit dieser Woche stehen die Planungsunterlagen für das Gaskraftwerk Wustermark zur Einsichtnahme in den Gemeindeverwaltung. Auch im Internet hält die Gemeinsame Landesplanung Berlin und Brandenburg die Dateien vor: http://gl.berlin-brandenburg.de/vollzug/rov/gaskraftwerk-wustermark.html. Jedermann hat so unabhängig von seinem Aufenthaltsort die Möglichkeit zur Einsichtnahme. Das gilt vier Wochen lang rund um die Uhr, also noch viel länger als die Einsichtnahme in den Verwaltungen möglich ist.

Man sollte also meinen, dass alle Osthavelländer einmal einen Blick auf die Planungen werfen und ihre Möglichkeit zu Stellungnahme und Widerspruch wahrnehmen. Rund 300.000 Menschen wären von einem Gaskraftwerk in Wustermark betroffen, unter anderem durch ein verändertes Mikroklima durch den vielen steten Dampfausstoß sowie durch schätzungsweise 1,5 Millionen Tonnen CO2 im Jahr! Alle Gemeinden im Osthavelland sowie mindestens der Westteil Berlins sind betroffen, je nachdem wie der Wind steht, auch weitere havelländische Gemeinden.

Wer sich online Zugang sucht, wird schnell enttäuscht sein. Die Dateien können nicht ausgedruckt werden. Das ist nicht bürgerfreundlich und erschwert natürlich die Wahrnehmung demokratischer Rechte. Will man die Bürger von der Stellungnahme abhalten?

Anderseits ist nur durch die geschützten PDF-Dokumente (kein Drucken und kein Kopieren) gewährleistet, dass die unveränderten, authentischen Dateien herumgereicht werden. Wenigstens entfällt der permanente Zugriff, denn gespeichert werden dürfen die Dateien. Am besten man ruft die Seite http://gl.berlin-brandenburg.de/vollzug/rov/gaskraftwerk-wustermark.html auf und lädt die PDF’s herunter, in dem man die Maus über die Links positioniert, die rechte Maustaste nutzt für „Ziel speichern unter“ (zum Beispiel im Firefox) und so Datei für Datei auf den eigenen Rechner überträgt. Klickt man nur auf die Dateien, laden diese im Browser als PDF oder in einem externen PDF-Betrachter. Sind sie erst einmal auf dem eigenen Rechner, vollzieht sich das Öffnen jedoch wesentlich schneller, denn der Datenstrom ist nicht mehr erforderlich.

Ein erster Überblick offenbart, dass Brieselang vom Investor kaum als relevant für Abgase oder Beeinträchtigungen angesehen wird. Geht es um den Schadstoffausstoß werden gerade einmal die Wohnbereiche bis zur Wielandstraße in Brieselang-Süd betrachtet. Aha.

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