PC-Ausfall legt Arbeit lahm

Manchmal steckt der Wurm drin … Mein Büro-PC streikt. Selbst in einem rigoros abgeschotteten und überwachten Netz gibt es Ausfälle. Letzte Woche startete Corel Photo Paint nicht mehr. Als dies behoben war, fiel die OCR-Texterkennung aus. Der Support kümmerte sich schnell, doch als Ursache wird die Nokia-Suite ausgemacht. Also deinstalliert der Supporter das Programm. Das kostet erst einmal Zeit. Zeit, während der ich nicht an meinem Arbeitsplatz schalten und walten kann. OK, aufräumen muss auch mal sein. Später kommt das Laptop zum Einsatz, aber es kann zwei PCs eben nicht ersetzen.

Die Nokia-Suite wurde durch die Ovi-Suite ersetzt. Trotz eines weiteren Firmwareupdates will die Syncronisation nicht so recht klappen. Schon wieder eine neue Firmware auf meinem Handy!

Wie manche Leute scharf darauf sind, Updates sofort einzuspielen und zu nutzen, kann ich nicht nachvollziehen. Erstens sind alle Programme weg: Kein Bahn-Fahrplan, kein Passwort-Tresor, keine Navigation, keine E-Mail-Konten, kein alternativer Browser mit Zoom-Funktion. Bilder und Musik liegen glücklicherweise alle auf einer 8 GB-Speicherkarte. Aber selbst die Klingeltöne muss ich zeitaufwändig neu suchen und definieren.

Zweitens gibt es meist Ärger, weil neue Funktionen noch nicht ausgereift sind. Vielleicht rührt daher der Run auf immer neue Firmware-Versionen mit hoffentlich weniger Fehlern. Statt der gewohnten Darstellung der E-Mail-Konten lässt sich nur „Nokia E-Mail“ starten. Offenbar ein Programm auf einem Nokia-Server, der permanent mit meinem angegebenen E-Mail-Konto bei Web.de kommuniziert. Neue Mails kommen sofort auf das Telefon. Also ein Push-Dienst, so wie ihn die BlackBerrys schon immer und die iPhones seit drei Jahren haben.

Optisch ist Nokia-E-Mail gelungen. Es wird IMAP-Funktionalität vorgetäuscht, bei mir klappt das erst einmal nicht, es wird nur der Posteingang angezeigt, ein Verschieben von Mails in andere Ordner ist nicht möglich. Senden kann ich auch nicht. Will ich eine E-Mail-Adresse eingeben, werden mir die Namen aus dem Telefonbuch angeboten. Das erinnert an Thunderbird oder Outlook. Doch beim Senden gibt es den Hinweis, dass Nachrichten auf 0 Zeichen gekürzt wurden. Nicht wirklich aufschlussreich oder sinnvoll. Dem folgt eine Fehlermeldung des Servers, dass die „Adresse“ Leerzeichen enthalte und deshalb die Nachricht nicht zugestellt werden kann. Klar lege ich im Telefonbuch die Kontakte unter Name, Vorname ab!

Ist „Nokia E-Mail“ installiert (für einen kostenlosen Probezeitraum?), lassen sich dann doch die bekannten E-Mail-Konten einrichten. Hier klappt das Senden, und dank Web.de-Club kann ich hier auch per IMAP zugreifen. Senden klappt. Tschüss Nokia-E-Mail.

Im Laufe der nächsten vier Tage nerven Meldungen, die SIM-Karte konnte nicht aktiviert werden. Nach Neustart klappt’s. Ich installiere die fehlenden Programme neu. Für den „Passwort Manager“ von JMobile brauche ich eine neue Kennung. Die bekomme ich zum Glück schnell per Mail. Das andere findet sich. Selbst 360 Meter, eine Überwachungssoftware von Nokia und Nielsen zur Verbesserung neuer Telefone, spiele ich wieder auf. Dabei reift meine Überzeugung, kein weiteres Nokia-Telefon erwerben zu wollen. Nur leider weiß ich nicht, ob andere, z. B. das HTC Desire oder das Samsung Galaxy S weniger mangelbehaftet sind. Mein letztes Nokia, den Communicator 9210i, hatte ich volle sechs Jahre!

Heute Morgen waren plötzlich die E-Mail-Konten weg. Selbst nach einem Neustart verweigert mein Telefon die Einbindung der beiden erst vor vier Tagen definierten Mailboxen. Die Neuinstallation meiner Wunschadresse klappt natürlich wieder nur mit „Nokia E-Mail“! Dieses Mal klappt das Senden. Zwar haben die Entwickler nicht vorgesehen, mehrere Mails auf einmal zu löschen, doch ich werde dieses Programm einige Tage testen. 360 Meter wird schon die Nutzung analysieren und hoffentlich für Abhilfe sorgen. Da folgt wohl wieder eine neue Firmware …

Aber im Büro macht sich eine komplette Neuinstallation des PC erforderlich. Der erste Versuch scheitert. Zweiter Neustart zum Mittag. Am Ende des Tages erwartet mich eine saubere Windows XP-Umgebung, wie immer ohne neue Features und Buttons. Komisch, das enttäuscht mich jetzt. Verloren ist ein weiterer Tag für die Gestaltung der Homepage oder die Beantwortung von Bürgerpost.

Einige Briefeschreiber müssen deshalb noch ein paar Tage länger auf eine Antwort warten. Und ich werde wohl das Wochenende dazu verwenden, zuhause verlorene Büro-Arbeitszeit nachzuholen. Zum Glück hat am Montag ein weiterer Praktikant angefangen. Er kann von einer anderen Rechenmaschine wenigstens weiter Inhalte einstellen.

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