Guter Solarertrag für Juli und August 2010

Dass der August 2010 als Sommermonat ausfiel, dürfte Allgemeingut geworden sein. In Brieselang gab es wohl soviel Regen wie sonst im ganzen Jahr nicht. Am 12. August war es besonders schlimm. Es war noch nicht September, da sagte Wettermann Donald Becker im ARD-Morgenmagazin, über das Wetter möchte er am liebsten gar nicht reden.
Die Frauen tragen inzwischen Stiefel. Schals sind der „Sommer“-Trend 2010. Am 30. August sah ich früh einen Spaziergänger, der seinen kleinen Hund bereits in ein Kleidchen eingehüllt hatte. Ja, ich selbst vergrub die Hände tief in den Taschen, fast hätte man Handschuhe überstreifen müssen. Wann wird’s mal wieder richtig Sommer mit Sonnenschein vom Juni bis September und nicht so nass und so sibirisch wie in diesem Jahr?

Ertrag August 2010

Solarertrag August 2010 (gelb) zu Prognose (grün)

Niedrige Temperaturen und viel Regen – da bleibt für Sonne kaum Platz. Denkt man. Auch ich dachte so, bis ich die Statistik erstellte. Tatsächlich bleibt der Zeiger des Drehstromzählers bei 800 kWh stehen. Nach der Prognose wären 774 kWh zu erwarten. Es gab demnach ausreichend normale August-Tage für die Sonnenernte. Gefühlt hatten wir minus tausend Sonnenstunden. Am 14. August an einem grauen Sonnabend konnte man den Eindruck gewinnen, es wird nicht heller als an einem Dezembermorgen kurz nach 8. Wie sollen wir nur durch den nächsten Winter kommen?

Nach der Statistik von Sonnenertrag.eu erreichte meine Anlage positive Erträge. Gegenüber Brandenburger Anlagen fällt mein Ertrag mit 101 kWh je Kilowattpeak installierter Leistung höher aus(Brandenburg 89 kWh/kWp). Alle in Deutschland eingetragenen Solaranlagen kamen ebenfalls schlechter weg (88). Der schlechteste Tag war der 14. August – übrigens waren 4,8 kWh das zweitschlechteste Ergebnis des ganzen Jahres bisher! Am besten war es am 10. August mit 46 kWh, fast ein Juni-Wert.

Ertrag Juli 2010

Solarertrag Juli 2010 (gelb) zu Prognose (grün)

Hier noch der Rückblick für Juli. In der Erinnerung war es ein durchaus ansprechender Sommermonat, nur dass pünktlich zum Beginn meines Urlaubs der Herbst begann. Kaum vorzustellen, dass die Deutsche Bahn nur wenige Wochen zuvor Probleme mit ausgefallenen Klimaanlagen wegen zu hoher Temperaturen hatte.

Die Ergebnisse der Solareinspeisung liegen leicht über den Erwartungen. Vorausgesagt waren 880 kWh, eingespeist wurden 1175 kWh. Nach Sonnenertrag war der Vergleich mit den anderen Anlagen dieser Datenbank durchaus positiv: Mit 148 kWh/kWp liegt meine fast noch neue Solaranlage über den in Brandenburg gemeldeten Anlagen (Durchschnitt 143 kWh/kWp) und Deutschland (141). Dies erklärt sich ggf. aus besserem Wetter, aber auch aus dem Alter. Denn mit jedem Jahr Arbeitsleistung sinkt die verbürgte Strommenge um 1 Prozent. Nach zwanzig Jahren erzeugt eine Solaranlage nur noch 80 Prozent der anfänglichen Strommenge.

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