Start zum Aufbau der neuen Internet-Präsenz für MdB Manfred Grund

Tag 1: Ab heute kümmere ich mich um die neue Homepage des Abgeordneten Manfred Grund. Sie soll neu mit WordPress aufgebaut werden. Hier möchte ich erklären, welche Handgriffe notwendig sind. Ganz nach dem Motto, „nimm‘ aus der Open Source-Gemeinde und gib‘ etwas zurück“. Es wird kein Tutorial im Sinne einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Dafür empfehle ich Vlads Einsteigerseminar, das ich vorab gelesen und markiert habe und das jetzt griffbereit neben mir liegt (ich habe es aber nur an zwei Stellen benötigt). Mein Bericht hier soll einen Überblick bieten anhand eines praktischen Beispiels vom Start bis zum konkreten Ergebnis.

Für die Aufgabe wurde im Juni WordPress ausgewählt. Hauptsächlich wegen Komfort und den (fast) fertigen Vorlagen. Denn das Bauen von Websites soll Spaß machen und nicht nur Stress sein. Die Internetauftritte des Abgeordneten realisierte ich 1997 – 1999 allein mit einem Texteditor. Reine HTML- und CSS-Befehle schrieb ich mit dem Windows-Editor und kontrollierte die Wirkung jedes Befehls sogleich im Browser. Das Bundestags-Parlakom-System erlaubte damals noch nicht die Installation zusätzlicher Software, privat waren mir viele Programme wie Dreamwaver oder GoLive zu teuer. Seinerzeit konnte man Homepages ja auch noch ohne Javascript, Flash etc. nur mit einem Texteditor und ein paar Bildern für das Netz erstellen. Man arbeitete eben zeilenweise HTML-Befehle ab. War das Ergebnis gut, kam der nächste Befehl an die Reihe. Ging’s dagegen schief, musste ich aufwändig nach dem Fehler suchen. Ab 1999 nutzte ich NetObjects Fusion, ab 2001 Microsoft Frontpage. Vieles konnte nicht besser, aber einfacher damit realisiert werden. Doch es blieb dabei, dass oft manuell eingegriffen werden musste. Webseiten erstellen war und blieb eine mühselige Angelegenheit.

Professionelle Webseiten konnten zwar damals schon barrierearm erschlossen werden, glänzten mit einer internen Suche, hatten Sitemaps und ließen es zu, teilweise Kommentare oder Bewertungen abzugeben oder eine Umfrage auszufüllen. Doch Agenturen ließen sich professionelle Webseiten professionell vierstellig bezahlen. Hinzu kam, dass für CMS wie RedDot anno 2003 Lizenzgebühren von 5.000 Euro und mehr zubuche schlugen, Imperia kostete gar 70.000 Euro! Von Open Source hatte ich damals noch nichts gehört.

Im Jahre 2005 wurde mit Unterstützung eines Informatik-Studenten der nächste Schritt getan: Die Homepage des Abgeordneten wurde mittels Content Management-System TYPO3 neu erzeugt und gepflegt. Sie basierte zwar immer noch auf Tabellen-Layout. Für die Navigation war ab sofort das CMS vollständig zuständig, das gleich noch Sitemaps, Suche und zeitgesteuertes Veröffentlichen und Löschen von Beiträgen erlaubte – ohne CMS extrem aufwändig zu realisieren, eigentlich unvorstellbar (denn im Büro ist anderes zu tun, als täglich stundenlang die Website anzupassen).

Doch TYPO3 ist zu umständlich, Version 5 seit mehr als zwei Jahren überfällig. Im Vergleich zu WordPress kann TYPO3 insbesondere unter dem Gesichtspunkt Bedienerfreundlichkeit und Routinen nicht mithalten. Zulange war TYPO3 die Spielwiese für Insider und Informatik-Experten. Die Frage stand für mich im Raum, für TYPO3 Version 4.4 noch einmal intensiv Zeit und Mühe aufzuwenden oder mit WordPress und einem passenden Theme schnell und intuitiv zu Ergebnissen zu kommen.

Die parlamentarische Sommerpause mit mehreren Wochen sitzungsfreier Zeit scheint bestens geeignet für diesen Relaunch. Anfang Juli habe ich beim Dresdner Hoster Revido ein Paket für wenige Euro Salär gebucht. Zudem kaufte ich das professionelle Theme Agivee, das dem Bundestags-Layout fast entlehnt sein könnte. Sicher, es ist keine 1:1-Kopie des klasse Designs von bundestag.de, ist aber die beste Verbindung zwischen dem Vorbild und der WordPress-Welt.

LogIn-Bereich

Im LogIn-Bereich des Providers sind die relevanten Daten aufgelistet.

Im Schritt 1 muss das System installiert werden. Revido bietet eine „Ein Klick“-Installation von WordPress 2.9.2 an. Ich gehe einen kleinen Umweg, um WordPress 3.0.1 selbst zu installieren. Dazu braucht man einen FTP-Zugang und ein FTP-Programm und die Daten für die Datenbank.

Im Schritt 1 logge ich mich bei Revido ein und hole mir die Zugangsdaten.

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