Guter Solarertrag für Juli und August 2010

Dass der August 2010 als Sommermonat ausfiel, dürfte Allgemeingut geworden sein. In Brieselang gab es wohl soviel Regen wie sonst im ganzen Jahr nicht. Am 12. August war es besonders schlimm. Es war noch nicht September, da sagte Wettermann Donald Becker im ARD-Morgenmagazin, über das Wetter möchte er am liebsten gar nicht reden.
Die Frauen tragen inzwischen Stiefel. Schals sind der „Sommer“-Trend 2010. Am 30. August sah ich früh einen Spaziergänger, der seinen kleinen Hund bereits in ein Kleidchen eingehüllt hatte. Ja, ich selbst vergrub die Hände tief in den Taschen, fast hätte man Handschuhe überstreifen müssen. Wann wird’s mal wieder richtig Sommer mit Sonnenschein vom Juni bis September und nicht so nass und so sibirisch wie in diesem Jahr?
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Protest gegen Gaskraftwerk berechtigt oder egoistisch?

„Die Dagegen-Republik“ titelt der Spiegel. Über das Beispiel „Stuttgart 21“ hinaus betrachtet das Magazin die bewegte Republik mit ihren zunehmenden Kritiken an den Projekten der Politiker, die sich an Bürgerbegehren und Protesten festmachen. Der Spiegel schreibt: „Aber das heißt nicht, dass eine bessere Gesellschaft dabei herauskommt. Viele Proteste richten sich gegen Projekte in den Bereichen Verkehr und Energie und damit auch gegen eine Modernisierung des Landes.“ Und weiter: „Manche Bürger wollen nicht den Hamster retten, sondern ihren Ausblick.“ Den Autoren geht es um neuen Gemeinschaftssinn, schreiben sie, darum, dass jeder Bürger ein Opfer für die Gesellschaft zu bringen bereit ist. „Einer Bevölkerung muss immer mal wieder etwas zugemutet werden, sonst kann ein Land sich nicht entwickeln.“

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Beckmann als Rüpel

Weil ich heute kein Sarrazin-Buch abbekommen habe, wollte ich „Beckmann“ schauen. Doch ich habe nach sieben Minuten abgeschaltet. Reinhold Beckmann war unwillig und damit auch unfähig, die Diskussion souverän zu führen. Klar, Sarrazin hat lange um Worte gerungen, was natürlich Sendezeit kostete. Sarrazin trat nicht als redegewandter, fernsehgerechter Politiker auf. Er hatte keine griffigen Antworten mediengerecht einstudiert und blank gezogen, sondern zögerte, stotterte und überlegte. Man sah ihm an, dass er nach den Vorwürfen der letzten Tage bemüht war, Worte zu vermeiden, die ihm im Mund herumgedreht werden konnten. War das Konzept eines Gespräches mit fünf Gästen wirklich gut? Warum stellt Reinhold Beckmann Fragen an Thilo Sarrazin, wenn er doch die Antwort gar nicht hören will? Vermutlich will Beckmann zum Ausdruck bringen, dass er sich mit den Thesen Sarrazins nicht einverstanden erklärt. Bedenken sollte er: Nur, wer sich der Diskussion stellt, kann falsche Argumente entkräften und die Richtung des Diskurses mitbestimmen. Doch er diskutiert nicht, sondern bügelt ab.

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Sarrazin ausverkauft

Der Sarrazin-Effekt ist ein großer Marketing-Ploy. Im Bahnhofsbuchhandel am Hauptbahnhof (3 Geschäfte) sowie an der Friedrichstraße waren bereits um 8:30 Uhr alle Exemplare ausverkauft. Um 10 Uhr standen vor dem Kulturkaufhaus Dussmann zwei Dutzend Leute – auch ich. Man will doch wissen, worüber man spricht. Die Glastüren öffnen sich, doch auch hier ist Sarrazin ausverkauft. Das Buch wurde bereits am Freitag geliefert und ist seit Samstag ausverkauft. Nächste Lieferung unbestimmt. Dabei wird das Buch erst heute vorgestellt (vor der Bundespressekonferenz zur offiziellen Vorstellung in einer Stunde läuft bereits die Demonstration).

So wird der Sarrazin-Effekt aufgebauscht. Dann sind noch ein paar Talkshows drin (heute Abend Beckmann in der ARD). Die Spannung bleibt erhalten. Alle nur ein Trick?

Ich lese eben Dieter Moor weiter mit seinem Brandenburg-Experiment „Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht.“

Tag 4: Änderungen im Layout per Child-Theme

Der Vorstand der CDU Brieselang ist gestern Abend meiner Empfehlung gefolgt und hat beschlossen, den Internetauftritt unseres Ortsverbandes neu zu gestalten, Blog und Homepage auf eine Domain zusammenzuführen und dabei – trotz aller Kritikpunkte – das neu vorgegebene Layout der CDU-Bundesgeschäftsstelle zu verwenden. Nur leider passt ja das offizielle WordPress-Theme der CDU nicht zur Vorgabe. Wir kaufen deshalb in Schleswig-Holstein das Theme des Kreisverbandes Segeberg. Dort hat Webmaster Hauke von Essen die Vorgabe besser umgesetzt.

Ein bisschen anpassen werden wir aber auch dieses Theme, zum Beispiel möchte ich gern auch den Titel in original Helvetica und in Großbuchstaben haben. Wenn schon, denn schon. Doch dazu mehr in den nächsten Wochen, heute übe ich schon einmal und baue weiter am Design von Manfred Grund. Arbeitstag 4 verbringe ich am Samstag vor dem heimischen Rechner. Ohne Parlakom-Beschränkung kann ich auf sinnvolle Firefox-Erweiterungen zugreifen, Open Source-Tools nutzen und auch die Ergebnisse in den anderen Browsern (inklusive älteren Versionen) kontrollieren. Mein Ziel war die Navigation zu überarbeiten und das eigene Logo mit Bundestagsadler und Namenszug des Abgeordneten in den Kopf zu bekommen.

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Abstimmung zu CCS

Bevor ich heute Morgen das Haus verlasse, verfolge ich auf Inforadio die „Redezeit“ zu CCS (siehe auch Beitrag von vorgestern). Darin verteidigt der Geschäftsführer des „Informationszentrums klimafreundliches Kohlekraftwerk“, Michael Donnermeyer, das Vorhaben, CO2 unter der Erde zu verpressen – auch in einwohnerstarken Gebieten.

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Entkräftete Vorwürfe

Kindergeburtstag. Ein Spiel. Jeder bekommt verschiedenfarbige Karten. Sie sollen jeweils mit einem Wort beschrieben werden: auf blau ein Verb, auf rot ein Objekt und auf gelb ein Subjekt usw. Anschließend werden alle Karten wild durchgemischt und zu Sätzen zusammengefügt. Was allenorten zu witzigen Sätzen führt, ergibt im Hause Heimann politische Grundsätze. Einer könnte lauten: Der Bürgermeister hat die Bürger zum Wohle der Gemeinde über den Tisch gezogen.

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