Mehr blau und weniger orange

Die CDU bekommt einen neuen Anstrich: weniger Orange, wieder mehr Blau. Das Wahlkampf-Design der Bundeskanzlerin für den Bundestag 2009 wird offizielle Linie der Gesamtpartei. Es gibt auch eine neue Schrifttype für Überschriften.

Alle Gliederungen sollen das Layout übernehmen. Pro forma sind die Landes- und Kreisverbände eigenständige Organisationen und nicht an Weisungen gebunden. Doch wie große Unternehmen wird natürlich auch eine Partei als Ganzes wahrgenommen. Deshalb ist es sinnvoll, die Partei von oben bis unten einheitlich einzukleiden.

Der letzte Wechsel erfolgte 2004 in einem radikalen Schnitt. Damals wurden Schrifttype, Farbe und Logo der Partei verändert. Quasi das gesamte Erscheinungsbild wurde umgekrempelt. Orange sollte fortan die wichtigste Farbe der CDU sein. Der Landesverband Sachsen wählte als regionale Farbe grün, die Thüringer Union blieb bis vor Kurzem bei blau, NRW’s Union nutzt diese Farbe heute noch aktiv.

Das neue Orange sah in Mischung mit grau und viel weiß sehr modern aus. Leider wurden für Kampagnen auch Bilder ausgewählt, die als Hauptfarbe orangene Motive beinhalte (fünf Hände an einem Basketball), was albern oder hässlich aussah. Für die Bundestagswahl 2005 gab es in Brandenburg sogar orange als Hintergrund für Politikerporträts. Kaum Kontrast. Männer vor orange – die Porträts sahen sehr schräg aus. Die Wähler haben es honoriert! Es gab aber auch sehr schöne Broschüren im neuen Farbton. Der wechselte je nach verwendetem Papier von kräftig leuchtend orange (Hochglanzpapier) bis hin ins schmutzige braun (Recyclingpapier).

Ab sofort dient ein blauer Farbverlauf als Hintergrund für Plakate mit Text, Broschüren, Präsentationen, Logos, Mikrofonschilder, Rückwände und das Web. Orange kommt nur noch als Akzentfarbe in Überschriften sowie bei Icons im Netz zum Einsatz. Für die Kreisverbände und deren Mitglieder gibt es klare Vorgaben, wie das Corporate Design anzuwenden ist. Schon 2004 mit dem letzten Re-Design wurde ein Leitfaden verteilt, an den sich nur wenige hielten. Ich selbst auch nicht. Bis auf das Logo und die Schrifttype entwickelte ich für On- und Offline-Auftritt der CDU Brieselang ein eigenes Design mit viel Orange, aber eben nicht so wie vorgegeben.

Inzwischen habe auch ich erkannt, dass ein klarer Markenauftritt für die gesamte Partei wichtig ist. Eigentlich ist es da egal, ob das Layout gefällt. Es muss nur konsequent umgesetzt werden. Deshalb habe ich mit Michael Koch bereits besprochen, dass wir dem neuen Design folgen. Ein neuer Internet-Auftritt ist sowieso fällig.

Die Gestaltungsrichtlinie steht unter ci.cdu.de für jedermann zum Download bereit.

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2 Gedanken zu „Mehr blau und weniger orange

  1. Pingback: Derzeit offline: cdu-brieselang.de « Ralf Kothe aus Brieselang

  2. Pingback: Wo rennt nur die Zeit hin? « Ralf Kothe aus Brieselang

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