Demokratie vor leeren Rängen

Eigentlich wie überall: Anlieger beschweren sich, wenn etwas entschieden wird, was sie betrifft (siehe Antwort Michael Koch auf „Pirat“ Oliver Huth oder meinen Leserbrief vom 6. Mai 2010). Manchmal aber auch erst später melden sich aufgebrachte Bürger. Wie könnt Ihr das so entscheiden? Ohne uns zu fragen oder zu informieren? Im Raum steht dann gleich eine große Vertuschung, manchmal schlimmer der Vorwurf der Korruption.

Für Verantwortungsträger ist das bitter. Denn wer sich in Kommunen von Bürgern für ein öffentliches Amt auf Zeit ehrenamtlich abordnen lässt, macht dies aus freien Stücken, mit gutem Willen und mit besten Vorsätzen. Da schmerzen alle unberechtigten Vorwürfe. Hier tritt der alte Konflikt auf: Gemeindevertreter und Kreistagsmitglieder erfüllen ihren „zweiten Beruf“ durch intensive und öffentlichen Beratungen. Es wird informiert und öffentlich beraten, doch bei vielen Themen erreichen die Informationen die Betroffenen nicht – trotz Tageszeitungen und vielfältigen Informationen der Parteien, Fraktionen und Wählerinitiativen.

Nur selten sind die Ausschussitzungen gut besucht, meist sitzen nur ein bis drei Bürger im Publikum. Das ist repräsentative Demokratie vor leeren Rängen. Schieben die Bürger möglicherweise gern ihre eigene Verantwortung als Mitglied der Kommune auf die Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordneten ab? Endlager Kommunalpolitik: Ihr seid gewählt, also macht mal! Aber tut mir nicht weh: Keine Straßengebühren, kein Kindergarten oder Spielplatz vor meiner Haustür, kostenloser Winterdienst und und und …

Glauben Sie  mir, es gibt für jede Entscheidung gute Gründe. Die unterschiedlichen Gruppierungen in der Gemeindevertretung sichern, dass alle Aspekte zuvor auf den Tisch kommen.

Natürlich haben Politik und Verwaltung eine Informationspflicht. Doch ohne Interesse der Bürger geht es nicht. Eine Gemeinschaft wie eine Kommune wird nun einmal gebildet von den Menschen, die hier leben. Meines Erachtens reicht es nicht, nach Brieselang zu ziehen, das Auto umzumelden, die Hundesteuer abbuchen zu lassen und in einem der Supermärkte einzukaufen. Auch die bloße Teilnahme an Wahlen reicht nicht aus. Wer meckert, muss sich auch fragen lassen, was er selbst bisher getan hat. Und wenn es um das eigene Umfeld geht, um Veränderungen vor der eigenen Haustür, warte ich nicht, bis mir jemand Bescheid sagt oder die Bagger anrücken. Stimmt doch, oder? Also ab und zu ein Blick in das Inhaltsverzeichnis der Gemeinde (Amtsblätter und Satzungen) ist Bürgerpflicht. Wie sinnvoll mancher Gegenvorschlag ist, bewerte ich hier demnächst auch einmal.

Hallo papa

Also Fahrten zur Uni waren gut 120. 83 Tage Arbeiten bei Procon und 20 mal
in der TU. Dabei ist eine Strecke zur TU ungefähr 20km.

Im Anhang schick ich dir die Jahresabrechnungen.

Bis denne, der christian

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Ein Gedanke zu „Demokratie vor leeren Rängen

  1. Pingback: „Mein Brieselang“ als Online-Community « Ralf Kothe aus Brieselang

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