Ausbau der Fichte-Straße nicht infrage stellen

Die MAZ (Märkische Allgemeine Zeitung / Der Havelländer) berichtete heute über Bürger aus Brieselang, die sich über die neue nördliche Ausfahrt nach Alt-Brieselang beklagen. Darauf habe ich diesen Leserbrief geschrieben. Denn 2007, als die Entscheidung zum Ausbau in dieser Art und Weise getroffen wurde, wirkte ich als Vorsitzender im Ausschuss für Gemeindeentwicklung mit und hatte 2005 den Arbeitskreis IV Verkehr der Gemeindeentwicklungsplanung “Brieselang 2020” geleitet:

Gut, dass sich Bürger für die Entwicklung im Ort interessieren. Schlecht, dass sie erst den Weg in öffentliche Sitzungen finden, wenn Entscheidungen in einem transparenten und offenen Verfahren schon gefallen sind und es an die Umsetzung geht.

Brieselang braucht eine nördliche Ausfahrt. Dies besagen alle Verkehrskonzepte seit den 30er Jahren und der gesunde Menschenverstand. Eine neue Bedarfsanalyse braucht es nicht. Brieselang-Nord hat eine einzige (!) richtige Ausfahrt. Bisher wird viel zu viel Umwegverkehr in Kauf genommen! Deshalb war es richtig, dass die Gemeindevertretung Brieselang im Jahre 2007 die nördliche Ausfahrt erörtert, geplant und beschlossen hat.

Endlich besteht die Möglichkeit, mit Fördermitteln diese notwendige Straße zu Ende zu bauen. Auch wenn die Anlieger es nicht wissen, ihre Interessen sind bereits berücksichtigt und abgewogen worden. Im Interesse aller Einwohner wurde von verschiedenen Gremien beschlossen, eine neue Ausfahrtstraße zu bauen und dafür auch Teile der Kollwitzstraße und des Wiesenwegs zu nutzen. Ich selbst habe damals als Ausschussvorsitzender mehrmals in der Ortszeitung berichtet, mein Fraktionskollege Michael Koch – damals Anwohner am Wiesenweg – sprach mit Nachbarn und Betroffenen.

Wenn bestimmte Gemeindevertreter und Anlieger darauf setzen, jetzt noch Änderungen erreichen zu können, muss dies zurückgewiesen werden. Abgesehen von den Fördermitteln, die an den Ausbau der Fichtestraße in vier Bauabschnitten bis Alt-Brieselang gebunden sind und zurückzuzahlen wären, untergräbt dies die demokratischen Strukturen und Verfahren. Beteiligung ist im Entscheidungsprozess vorgesehen und nicht danach. Gewählte Gemeindevertreter haben nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht, Entscheidungen zu treffen.

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2 Gedanken zu „Ausbau der Fichte-Straße nicht infrage stellen

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