Themes – ein Vorteil von WordPress

Das Veröffentlichen von Inhalten im Internet ist heutzutage ziemlich einfach – wenn man das Wissen oder die richtigen Werkzeuge hat. Doch nicht jeder, der HTML schreiben oder verstehen kann, wird gelungene Seiten erzeugen. Ansprechende Websites entstehen im Team von Layoutern, Grafikern, Programmierern und Redakteuren. Nicht umsonst kosten Agentur-erstellte Websites noch immer mindestens mehrere tausend Euro. Doch auch wer nicht so viel Geld ausgeben kann oder will, ist imstande ansprechendes anzubieten.

Seit ich im Dezember 1997 als Laie die erste reine HTML-Homepage für meinen Chef zusammengezimmert habe, hat sich viel verändert. Die Trennung von Inhalt und Layout war damals noch nicht üblich. Als ich die Tabellen gestützte Gestaltung der Website meines Chefs 1999 und 2000  sowie 2002 geändert habe, musste ich für jede einzelne Inhalts-Seite das Layout manuell überschreiben. Später kam CSS zunächst als Textformatierung hinzu. Erst seit Ende 2007 verwende ich CSS auch als Layout-Mittel.

Mit Content Management Systemen wurden Aufbau und Verwaltung anders – aber nicht einfacher. Noch kosteten CMS Anfang der 2000er Jahre bis zu 70.000 Mark. Open Source erschien als Ausweg, allerdings musste dafür ziemlich viel Fachwissen angelernt werden. Der Aufbau wurde schwieriger, die Pflege leichter.

TYPO3 war mein Einstieg in die CMS-Welt. Die Website meines Chefs, für meinen CDU-Ortsverband sowie Bürgermeister Garn realisierte ich umständlich aber letztlich erfolgreich mit TYPO3.

Das System TYPO3 erlaubt vielfach Einflussnahme auf Parameter. Man muss aber wissen, wo und wie. Für schnelle Ergebnisse ist TYPO3 nicht gemacht.

So kämpfe ich seit Jahren mit TYPO3, damit RSS ausgegeben wird oder damit die Such-Maske auf allen Seiten erscheint und damit endlich ein valides (X)HTML ausgegeben wird. Oder der Krampf, Sitemaps auf mehrere Einzel-Seiten zu verteilen, damit nicht zu weit gescrollt werden muss. Mit TYPO3 undenkbar, wenn man einfach nebenher mal eine solche Selbstverständlichkeit in seine Site einbauen möchte. Das Kommentieren von Beiträgen ist wohl auch implementierbar, aber ich muss gestehen, vor diesen Problemen habe ich kapituliert.

WordPress bringt dies alles standardmäßig mit. Zudem ist es viel benutzerfreundlicher und Dank tausender Themes sofort einsetzbar. Warum also auf eine benutzerfreundlichere TYPO3-Version warten? Im Prinzip kann man an einem Abend eine WordPress-Website online bringen und hat eine Startseite mit den neuesten Beiträgen, Artikelseiten, die valide und alle gleich strukturiert sind, Artikel, die kommentiert und per RSS abonniert werden können (bzw. über RSS den Export der Inhalte zu Twitter und Facebook erlauben), eine Suchfunktion auf jeder Seite und automatische Sitemaps für Themen, Kategorien und jeden Tags. Die Website läuft und ist benutzerfreundlich!

Gefallen später die Gestaltung nicht mehr, ist ein passenderes Theme schnell installiert und kann immer wieder getauscht werden. Die Beliebtheit von WordPress basiert sicher darauf, dass nicht nur selbst die HTML- und CSS-Dateien nach Wissen und Belieben manipuliert werden können. Mit Themes bietet sich eine Möglichkeit, die komplette Gestaltung auf Klick zu ändern.

Der Fundus ist schier unerschöpflich – von einfach bis komplex, von multimedial bis avandgardistisch, von traditionell bis hypermodern. Viele Themes bieten im Titel der Startseite wechselnde Bilder, sogenannte Slider, die über die Artikel (Inhalte) gesteuert werden können. Meist sind andere Javascript-Aktionen ebenfalls implementiert. Wer also eine Website – ob beruflich, im Ehrenamt oder privat – nur nebenher betreibt (und sein Brot mit den Inhalten statt der Technik zum Veröffentlichen verdient), kommt meines Erachtens mit WordPress schneller zum Ziel als mit TYPO3.

Wo findet sich geeignete Themes? Als Theme-Portale bieten sich an:

Lese-Tipp: 20 Kostenlose WordPress Themes – die besten Übersichten bei t3n

Es schadet auch nicht, sich die kommerziellen Themes einmal anzusehen:

* Zur Qualität oder zur Zuverlässigkeit der angebotenen Themes kann ich keine Aussage treffen. Bitte jeweils die Kriterien der Datensicherheit beachten. Ihr seid in jedem Fall selbst verantwortlich für Eure Projekte.

Für mein erstes WordPress-Projekt, die neue Homepage der CDU-Bundestagsabgeordneten aus Thüringen, habe ich Webspace bei einem Provider gebucht, das Layout bei Solostream komplett als Theme gekauft, die Bilder durch eigene Motive ersetzt und einige englische Begriffe in den PHP-Dateien durch deutsche ersetzt. Für dieses erste Projekt habe ich etwa 2 Wochen gebraucht. Morgen wird es offiziell vorgestellt.

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Ein Gedanke zu „Themes – ein Vorteil von WordPress

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